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Glasatelier Dold GmbH, zur Startseite

Seit 1920

Familientradition

Die Geschichte der Glasmalerei Dold: vier Generationen, ein Handwerk.

Fritz J. Dold und Aline Dold vor farbigen Glasfenstern im Atelier
3. und 4. Generation: Fritz J. und Aline Dold
  1. 1. Generation

    Emil Dold (1885–1957)

    Emil Dold, schwarz-weiss Fotografie vor bemalten Glasscheiben

    Emil Dold erlernte das Glasmalerhandwerk im Atelier A. Merzweiler (und Geiges) in Freiburg im Breisgau. Danach arbeitete er in verschiedenen Ateliers in Luzern, Zürich und St. Gallen, unter anderem mit dem Kunstmaler August Wanner.

    1920 gründete er in St. Gallen die Glasmalerei Dold, die bis heute ein traditionelles Familienunternehmen geblieben ist. Mit seinem Sohn schuf er zahlreiche Kirchenfenster, unter anderem in Degersheim und Walenstadt SG, Wassen UR, Sursee LU, St. Moritz GR, Liestal BL, Eggenwil AG und Schlieren ZH.

    Eine Haupttätigkeit war die Herstellung von Familienwappen-, Schützen- und Standesscheiben sowie Kopien alter Glasgemälde, wie sie im Ritterhaus Bubikon zu sehen sind. Auch Restaurierungen in der Kirche Wülflingen, im Kloster Muri AG, auf Schloss Lenzburg AG und im Schweizerischen Landesmuseum gehörten dazu. 1928 erhielten sie den Auftrag, die 200 m² Fensterfläche des Kirchgemeindehauses Wipkingen zu gestalten; das Atelier zog darauf von St. Gallen nach Zürich.

  2. 2. Generation

    Fritz W. Dold (1911–1974)

    Drei Glasmaler-Generationen: Emil Dold, Fritz J. Dold als Kind und Fritz W. Dold
    Drei Glasmaler-Generationen (v. l. n. r.): Emil Dold, Fritz J. Dold, Fritz W. Dold

    Nach dem Tod von Emil Dold 1957 übernahm sein Sohn Fritz W. Dold das Atelier und führte es mit grosser Unterstützung seiner Frau Klara weiter. Er machte sich einen Namen als Kenner alter Schweizer Kabinettscheiben und ihrer Restaurierung. Die Zusammenarbeit mit dem Kunsthistoriker Dr. Paul Bösch machte ihn zum Spezialisten auf diesem Gebiet.

  3. 3. Generation

    Fritz J. Dold (*1949)

    Fritz J. Dold, schwarz-weiss Porträt

    Fritz J. Dold kam am 23. April 1949 zur Welt. Auch ihn faszinierte die Glaskunst. 1965/66 besuchte er die Glasfachschule in Kramsach (Österreich), 1967–1971 absolvierte er die Lehre bei seinem Vater in Zürich und war Schüler der Kunstgewerbeschule. Studien bei den Kunstmalern E. G. Häussler und J. Schedler vertieften sein künstlerisches Können.

    Mit 25 Jahren übernahm er 1974 nach dem Tod seines Vaters das Atelier, tatkräftig unterstützt von seiner Mutter Klara und seiner Frau Yvonne. Sein Wissen über alte Glasmalereien vertiefte er in Zusammenarbeit mit Sybill Kummer, Expertin für Schweizer Kabinettscheiben.

    Grosse Erfolge verbuchte er mit der Restaurierung der Glasgemälde in Kappel am Albis ZH (1981) und Königsfelden AG (1983–2002), mit Kopien alter Glasgemälde (unter anderem für die Eremitage in St. Petersburg und den Louvre in Paris), in der architekturbezogenen Glasmalerei (Kirche Emmenbrücke LU 1994, Kantonsspital Genf 1995) sowie an internationalen Wettbewerben und Ausstellungen in Corning, USA (1987) und Chartres, Frankreich (1988).

  4. 4. Generation

    Aline Dold (*1978)

    1999 schloss mit Aline Dold erstmals eine Frau der Familie die vierjährige Glasmalerlehre ab, bei ihrem Vater. Es folgten ein Jahr im Atelier Weyhe in Lausanne, 2001 das Glasstudio S. Strobel in Canterbury und 2003 die Dombauhütte Köln, wo sie den im Krieg zerstörten Fensterzyklus aus dem 19. Jahrhundert rekonstruierte.

    Im Mai 2004 eröffnete sie ihr eigenes Atelier in Winterthur. 2007 gewann sie den Wettbewerb für das Dürrenmatt-Fenster in Konolfingen, das sie 2008 im Team von Weyhe et Associés realisierte. Damit steht die vierte Generation Dold im Beruf.